Rossi Tre führt Oberflächenbehandlungen sowie Wärmebehandlungen von Metallen und Legierungen durch. Nachfolgend finden Sie insbesondere die Eigenschaften des Wärmebehandlungsverfahrens des Spannungsarmglühens.
Spannungsarmglühen: Worum handelt es sich?
Das Spannungsarmglühen ist eine Wärmebehandlung, die eingesetzt wird, um innere Spannungen im Material zu reduzieren, ohne dessen Struktur oder mechanische Eigenschaften zu verändern. Der Prozess hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Härte des Materials.
Dieses Verfahren verringert zudem durch die Minimierung der in der Struktur vorhandenen Eigenspannungen das Risiko von Maßveränderungen während der Fertigung derselben Komponente oder bei ihrer späteren Verwendung.
Spannungsarmglühen von Stahl: Wie erfolgt es?
Die Produkte werden so im Ofen positioniert, dass eine Luftzirkulation ermöglicht wird, und anschließend auf die vorgegebene Temperatur gebracht. Während der Aufheizphase ist es erforderlich, geeignete Aufheizraten in Abhängigkeit von der Bauteildicke, der Geometrie und den Eigenschaften der verwendeten Anlage anzuwenden.
Sobald die Spannungsarmglühtemperatur erreicht ist, wird diese gehalten, damit die gesamte Bauteildicke sie gleichmäßig erreichen kann.
Die Haltephase dieses Wärmezyklus wird im korrekten Temperaturbereich durchgeführt: Für die von Rossi Tre üblicherweise behandelten Stähle liegt der Bereich im Allgemeinen zwischen 550°C und 650°C.
Nach Abschluss der Haltephase folgt die Abkühlung: Die Parameter für diesen Vorgang werden – wie auch in der Aufheizphase – auf Grundlage der metallurgischen Eigenschaften des Materials, der Bauteilgeometrie und seiner Dicke festgelegt. In der Regel sind langsame und besonders kontrollierte Ofenabkühlungen erforderlich. Es ist entscheidend, dass – wie in allen Phasen dieser Wärmebehandlung – stets eine maximale Temperaturgleichmäßigkeit am Produkt angestrebt wird, um die Entstehung neuer Eigenspannungen zu vermeiden.
Nach Abschluss des Zyklus werden die Teile im Allgemeinen bei einer Temperatur zwischen 100°C und 300°C (abhängig hauptsächlich von der Art des behandelten Materials) aus dem Ofen entnommen und anschließend an der Luft vollständig abgekühlt.